Digitaler Handlungsbedarf für KMU in 2018

Die Digitalisierung wird auch 2018 ihr Tempo voraussichtlich nicht reduzieren – was sollten Mittelständler beachten? MoSeven gibt hier sieben subjektive, überwiegend aus der eigenen Beratungspraxis stammenden Empfehlungen zum aktuellen Handlungsbedarf bei KMU.

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Der MoSeven-Gründer Markus Mölter erläutert: „Grundsätzlich ist die Digitalisierung in Leben, Alltag und Wahrnehmung der meisten angekommen. Das bedeutet: die Menschen haben inzwischen zumindest begonnen, oft und gerne über Digitalisierungsthemen zu reden. Dabei ist allerdings oft ein riskantes Viertel- bis Halbwissen zu beobachten.
Gerade die Risiken der Digitalisierung sind entweder kaum bekannt oder werden unzulässig pauschalisiert (»Digitalisierung vernichtet Arbeitsplätze«, »X ist ein besserer Provider als Y«). Teilweise resultieren daraus kostspielige und zeitraubende Fehlentscheidungen.“

  1. Aktivitäten auf Social Media wandeln sich zunehmend vom „digitalen Feigenblatt“ (»Wir machen jetzt auch so etwas« zum aktiven Vertriebskanal und teils auch bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zum echten Umsatzträger. Dabei ist nicht jedes Soziale Netzwerk für jede Produktart (Altersspezifik!) und jeden Anbieter gleich gut geeignet (vgl. der Hype und Ernüchterung um Snapchat als Marketingplattform binnen eines Jahres und der aktuelle Aufstieg von Instagram). Es kann sich relativ schnell auszahlen, sich hier der Erfahrung von langjährig in diesem Feld arbeitenden Experten zu versichern.
  2. resultiert zum Teil aus 1.: KMU nehmen erstmals digitale Analysen in ihr Berichtswesen auf. Mittelständler sind kaum in Versuchung, leichtfertig auf schick aussehende, aber ressourcenfressende Analytics-Trends aufzuspringen. Dennoch sehen wir zunehmende Nachfrage nach KPI-Workshops und der Aufnahme von Kennzahlen wie Nutzerzahlen, Clickstreams, Postpower ©, Suchmaschinenperformanz etc. in das Reporting. Denn den Unternehmen helfen diese Werte tatsächlich als Entscheidungsgrundlage für ihre Anpassungen beim Tagesgeschäft ebenso wie bei perspektivischer Planung.
  3. Manch einem unserer früheren Auftraggeber wären in den letzten Jahren weder die Begrifflichkeiten noch die dahinterliegenden Konzepte von Key Performance Indicators (KPIs ) über die Lippen gekommen. Doch vielfach hat ein Generationenwechsel zumindest dieses Problem beseitigt, da nun „Digital Natives“ das Ruder übernommen haben. Forschungsergebnisse des Friedrichshafener Instituts für Familienunternehmen (FIF) deuten darauf hin, dass sich die MoSeven-Beobachtungen zumindest teilweise verallgemeinern lassen.
  4. „Digital Readiness“ als Problem – doch selbst wenn der Chef mittlerweile günstigstenfalls die Digitalisierung eher vorantreiben als sich von ihr treiben lassen will: vielfach stellt sich in den ersten Projekten schmerzlich heraus, dass beispielsweise Mitarbeitern zentrale Vorkenntnisse für digitalisierte Prozesse ganz oder teilweise fehlen. Oder die Infrastruktur unterstützt das geplante Verfahren gar nicht (beispielsweise Scanner)! Auch Soft Skills können zunächst unerwartete Probleme aufwerfen. Wenn Mitarbeiter nicht etwa durch Workshops vorbereitet werden, kommen sie vielleicht beispielsweise mit Telework nicht klar.
  5. Wir erfahren es gerade in einem großen Content-Projekt für einen E-Learning-Pionier: Anwendungen mit Virtual Reality ( VR)/Augmented Reality (AR) und Voice Control gelten nicht mehr nur als Spielerei, sondern gehen in die Phase ernsthafter Erprobung – wenn nicht sogar in den Masseneinsatz . Konzerne machen es heute schon, KMU schauen es sich jetzt gerade an.
  6. Früher konnten Mittelständler sich mit allen Bedürfnissen an nur einen Dienstleister wenden, beispielsweise Hosting, Website, SEO, Marketing. Das klappt heute nur noch selten, denn die IT-Welt ist sehr viel komplexer geworden und erfordert ein neues Maß an Spezialisierung. Das Motto heißt folglich „Best of breed statt alles aus einer Hand“, was aber nennenswerten Mehraufwand für die Auftraggeber bedeutet. Sachbearbeiter müssen häufig zu Funktionen übernehmen, die sonst von Einkäufern und Projektmanagern übernommen werden. Das neue Paradigma bietet Chancen, stellt aber auch hohe Anforderungen an Kommunikation und Koordination.
  7. Die Reform der EU-Datenschutz-Grundverordnung oder auch DSGVO bringt Veränderungen und Anforderungen auch für kleine und mittlere Unternehmen mit sich. Entgegen häufig zu lesender Behauptungen reicht es keinesfalls aus, pro forma einen Datenschutzbeauftragten zu ernennen. Zu den a href=“https://www.computerwoche.de/a/dsgvo-und-ecm-das-sind-die-pflichten,3332366″ target=“_blank“>Pflichten gehört es vielmehr u.a., – ähnlich wie beim Thema Qualitätsmanagement – jeden im Unternehmen inklusive Partner, Lieferanten und Kunden auf den Schutz personenbezogener Daten und die hierfür ergriffenen Maßnahmen hinzuweisen.

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